Emissionsaktivitäten innerhalb eines Scopes gruppieren

Geändert am Mi, 9 Sep um 4:42 NACHMITTAGS

Mit dem Feature Grouping können Sie zusammengehörige Emissionsaktivitäten innerhalb eines Scopes übersichtlich organisieren und gemeinsam auswerten. Eine Gruppe funktioniert wie eine zusätzliche Strukturierungs- und Analyseebene innerhalb Ihrer Berechnung.

Neben der besseren Übersicht werden die Emissionen aller Aktivitäten innerhalb einer Gruppe automatisch addiert und als Gruppenemissionen ausgegeben. Dadurch können Sie Emissionen nicht nur auf Ebene einzelner Aktivitäten oder Scopes analysieren, sondern auch verschiedene Gruppen miteinander vergleichen.


Wann sind Gruppen sinnvoll?

Nutzen Sie Gruppen, wenn Sie mehrere eigenständige Aktivitäten innerhalb desselben Scopes gemeinsam betrachten möchten, zum Beispiel:

  • verschiedene Obstsorten innerhalb der Gruppe „Import EU-Ausland“;
  • Abfallaktivitäten nach Entsorgungsweg;
  • einzelne Geschäftsreisen innerhalb eines Reiseprojekts;
  • Aktivitäten eines bestimmten Standorts oder einer Produktlinie;
  • verschiedene Produkte, Lieferanten oder Geschäftsbereiche innerhalb eines Scopes.


Eine Gruppe eignet sich insbesondere dann, wenn die Aktivitäten fachlich zusammengehören, aber separat erfasst und berechnet werden sollen. Innerhalb einer Gruppe können die Aktivitäten unterschiedliche Emissionsfaktoren und Berechnungsgrundlagen verwenden. Die einzelnen Aktivitäten werden weiterhin separat berechnet; ihre Emissionen werden anschließend zu einem gemeinsamen Gruppenwert zusammengeführt.


Gruppe erstellen und befüllen

  1. Öffnen Sie die gewünschte Organisationseinheit.
  2. Navigieren Sie zur Übersicht der Emissionsaktivitäten.
  3. Erstellen Sie eine neue Gruppe und vergeben Sie einen eindeutigen Namen.

  4. Fügen Sie die zugehörigen Aktivitäten manuell hinzu oder übernehmen Sie diese aus einem Upload.


Wählen Sie aussagekräftige Namen, die auch für andere Nutzende verständlich sind, zum Beispiel „Abfall nach Entsorgungsweg“ oder „Verpackungen Produktlinie A“ statt „Sonstiges 2“.


Wie werden Gruppenemissionen berechnet?

Die Emissionen der einzelnen Aktivitäten innerhalb einer Gruppe werden addiert. Das Ergebnis wird als Gruppenemissionen ausgegeben.

Beispiel:

AktivitätEmissionen
Bananen120 t CO₂e
Orangen80 t CO₂e
Kiwis50 t CO₂e
Gruppenemissionen „Import EU-Ausland“250 t CO₂e


Die Gruppenemissionen zeigen die Gesamtwirkung eines bestimmten Themas, Produkts, Standorts oder Projekts auf einen Blick.


Beispiel: Abfallaktivitäten nach Entsorgungsweg

Ein Unternehmen möchte seine Abfallemissionen innerhalb eines Scopes detaillierter analysieren. Dafür erstellt es die Gruppe „Abfall nach Entsorgungsweg“ und legt darin mehrere eigenständige Aktivitäten an:

  • Restmüll zur Verbrennung;
  • Papier und Karton zum Recycling;
  • Bioabfall zur Kompostierung;
  • gemischte Gewerbeabfälle zur Deponierung.


Jede Abfallaktivität kann mit einem eigenen Emissionsfaktor und einer passenden Berechnungsgrundlage erfasst werden. Die Aktivitäten werden zunächst separat berechnet. Anschließend addiert das System die jeweiligen Emissionen und gibt die Gesamtemissionen der Gruppe aus.


Beispiel:

AbfallaktivitätEmissionen
Restmüll zur Verbrennung18 t CO₂e
Papier und Karton zum Recycling4 t CO₂e
Bioabfall zur Kompostierung2 t CO₂e
Gemischte Gewerbeabfälle zur Deponierung11 t CO₂e
Gruppenemissionen „Abfall nach Entsorgungsweg“35 t CO₂e


Durch diese Struktur kann das Unternehmen sowohl die Emissionen einzelner Entsorgungswege als auch die gesamten Abfallemissionen betrachten. Gleichzeitig lässt sich erkennen, welcher Entsorgungsweg besonders stark zu den Gesamtemissionen beiträgt.

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